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Projekt und Mitarbeit

OpenValues soll eine partizipative Kultur und später eine offene digitale Infrastruktur werden. Heute ist es ein kleiner, öffentlicher Arbeitsprozess. Wir tun nicht so, als gäbe es bereits eine Community oder App, die erst noch entstehen muss.

Ein Beitrag muss kein fertiger Essay sein. Nützlich sind zum Beispiel:

  • eine persönliche Erfahrung, aus der eine Wertefrage entsteht
  • ein begründeter Widerspruch zu einer bestehenden Position
  • eine belastbare Quelle oder ein Gegenbeispiel
  • ein konkreter Fall, in dem mehrere gute Werte kollidieren
  • eine Idee für eine gemeinschaftliche Praxis oder Entscheidung

Du kannst deinen Gedanken zunächst roh formulieren oder einsprechen und als Text senden. Der erste Schritt ist kein Stiltest.

Gedanken per E-Mail beitragen

Wenn du deinen Beitrag bereits ordnen möchtest, reichen fünf Fragen:

  1. Beobachtung: Was hast du erlebt oder erkannt?
  2. Wert: Was erscheint dadurch schützenswert?
  3. Spannung: Mit welchen anderen guten Werten kollidiert es?
  4. Praxis: Was würde sich dadurch im realen Leben ändern?
  5. Offene Frage: Was ist noch nicht geklärt?

Ein Beitrag wird zunächst als Vorschlag behandelt, nicht als Wahrheit. Wir trennen Erfahrung, Tatsachenbehauptung und Werturteil, suchen die stärksten Gegenargumente und halten Unsicherheit sichtbar. Nichts Persönliches wird ohne Zustimmung veröffentlicht.

Später soll dieser Prozess direkt in einer offenen Beteiligungsplattform möglich sein. Accounts, Abstimmungen und Empfehlungsalgorithmen bauen wir jedoch erst, wenn ein realer Pilot gezeigt hat, welche soziale Praxis sie unterstützen sollen. Die App folgt der Gemeinschaft, nicht umgekehrt.

Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf drei Dingen:

  1. die erste Value Map begründen und kritisieren
  2. konkrete Entscheidungsfälle nach der Methode bearbeiten
  3. einen kleinen Gründungskreis für den ersten Prozess-Pilot bilden

Wer an diesem Gründungskreis interessiert ist, kann denselben E-Mail-Kontakt nutzen.