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Die Methode

OpenValues liefert keine Formel, die Werteentscheidungen automatisch ausrechnet. Die Methode macht stattdessen sichtbar, worüber wir eigentlich streiten.

Jede Position folgt möglichst dieser Struktur:

  1. Prämissen: Welche Annahmen verwenden wir? Was ist belegt, plausibel oder eine offene Wertefrage?
  2. Schlussfolgerung: Was folgt daraus – und mit welcher Sicherheit?
  3. Gegenargumente: Was ist die stärkste Gegenposition in ihrer besten Form?
  4. Revisionstrigger: Welche Erfahrung, Evidenz oder welches Argument könnte uns umstimmen?
  5. Quellen: Worauf stützen wir Tatsachenbehauptungen?

Frage → Perspektiven → Gründe → Entscheidung → Erprobung → Revision

Die Reihenfolge ist eine Erinnerung: Erst muss klar sein, was entschieden wird, wer betroffen ist und was wir wissen. Erst danach wird gewichtet. Das Ergebnis darf strittig bleiben. Fortschritt heißt zunächst, dass der Streit an den wirklichen Annahmen geführt werden kann.